Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Bünde

ADFC präsentiert Ergebnisse der ADFC-Radreiseanalyse 2025

Mit der ADFC-Radreiseanalyse untersucht der ADFC das Radreise- und Ausflugsverhalten der Menschen in Deutschland. Für 2025 verzeichnet der Verband einen leichten Rückgang bei Radreisen und Tagesausflügen.

ADFC-Radreiseanalyse 2025
ADFC-Radreiseanalyse 2025 © ADFC/April Agentur

Der ADFC stellte am 4. März 2026 auf der Internationalen Tourismusmesse ITB in Berlin die Ergebnisse der ADFC-Radreiseanalyse 2025 vor. Alle zwei Jahre erfährt er dank der repräsentativen Umfrage mehr darüber, wie Menschen in Deutschland das Fahrrad im Urlaub und in der Freizeit nutzen. Mehr als 17.300 Menschen haben an der Umfrage teilgenommen.

2025 ging die Anzahl der Radreisen und Tagesausflüge per Rad leicht zurück. Dennoch nutzte mehr als die Hälfte der erwachsenen Menschen (39,3 Mio.) in Deutschland das Fahrrad im Urlaub und in der Freizeit. 

Radtourismus bringt Umsatz

Wie viel Geld geben die Menschen pro Tag bei Tagesausflügen, auf kurzen und längeren Radreisen oder im Urlaub aus? Für das Jahr 2025 konnte der ADFC aus den Angaben eine Gesamtsumme von rund 40 Mrd. Euro hochrechnen. Mehr als 12 Mrd. Euro kommen allein aus den Tagesausflügen.

Tagesausflüge weiter auf hohem Niveau

34 Mio. Menschen haben 361 Mio. Tagesausflüge mit dem Fahrrad unternommen – damit bleibt das Niveau sehr hoch. 92,3 Prozent der Teilnehmer:innen, die Tagesausflüge machen, gaben an, dass Radfahren in der Natur ihnen helfe, sich zu erholen.

Radreisen 

2025 unternahmen 4,2 Mio. Menschen 7,6 Mio. Kurzreisen mit dem Rad – gemeint sind damit Radreisen mit ein bis zwei Übernachtungen. Insgesamt waren das zwar weniger als 2023, aber diejenigen, die verreisten, waren häufiger unterwegs.

Zudem machten 3,3 Mio. Menschen im vergangenen Jahr 4,6 Mio. Radreisen mit drei oder mehr Übernachtungen. Auch das waren etwas weniger als 2023 (3,6 Mio.), dennoch bleibt der Radurlaub ein wichtiges Urlaubssegment.

75 Prozent sind offen für Radreisen

Bei den Menschen, die in den letzten drei Jahren keine Radreise unternommen haben, sieht der ADFC viel Potenzial, denn 75 Prozent von ihnen haben schon eine Radreise gemacht oder können sich das vorstellen. 

Meistbefahrene Routen und Regionen

In den Top 10 der meist befahrenen Radfernwege gab es 2025 leichte Verschiebungen: Der Elberadweg verdrängte den Weserradweg von Platz 1 auf Platz 2. Ostseeküstenradweg und Rheinradweg bleiben auf den Plätzen 3 und 4. Neu in die Top 10 schaffte es der fränkische Fünf-Flüsse-Radweg.

Zehn ADFC-Qualitätsradrouten in den Top 20

In den Top 10 sind drei ADFC-Qualitätsradrouten vertreten: Weser-, Donau- und Mosel-Radweg. Auf den Plätzen 11 bis 20 finden sich sieben weitere ADFC-Qualitätsradrouten: Neckartal-Radweg, Saaleradweg, Bodensee-Radweg, RuhrtalRadweg, Lahnradweg, Kocher-Jagst-Radweg sowie der Fulda-Radweg R1.

Meistbefahrene Regionen liegen oft im Norden

Bei den meistbefahrenen Regionen liegt die Nordseeküste Niedersachsens vorne und machte drei Plätze gut. Ostfriesland verbesserte sich um acht Plätze auf Rang 2. Der Bodensee und die Region Grafschaft Bentheim/Emsland/Osnabrücker Land teilen sich den dritten Platz. Die Nordsee in Schleswig-Holstein kletterte fünf Plätze nach oben auf Platz 4. Auch für die Mecklenburgische Ostseeküste ging es nach vorne auf Platz 5. Neueinsteiger ist Vorpommern auf dem siebten Rang. 

Impulse für den Radtourismus

Der ADFC gibt mit den Ergebnissen der ADFC-Radreiseanalyse 2025 wertvolle Impulse für den Radtourismus und seine Vermarktung. Er fordert, dass in die Qualität und den Ausbau der Routen und ihrer Infrastruktur investiert werden muss, um sie zukunftssicher aufzustellen.


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